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Fortbildungsplanung mit Wirkung: partizipativ planen, Qualität stärken




Inhalt

Die Fortbildung richtet sich an Personen mit Leitungsfunktionen SEA und Jugendhäuser und bietet Unterstützung zur professionellen Entwicklung einer partizipativen jährlichen Fortbildungsplanung.

Zu Beginn werden die gesetzlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen zur Fortbildung im Dispositif geklärt. Dabei geht es unter anderem um bestehende Vorgaben, Verpflichtungen, Fortbildungsbereiche und Gestaltungsspielräume.

Im Zentrum der Fortbildung steht jedoch ein bewusster Paradigmenwechsel. Fortbildung soll nicht vorrangig als Pflicht oder als zusätzliche Belastung verstanden werden, sondern als geplantes Werkzeug zur Unterstützung des Teams, zur fachlichen Weiterentwicklung der Mitarbeitenden und zur Qualitätsentwicklung der gesamten Einrichtung. Die Chargés sollen motiviert werden, ein partizipatives Konzept für die zukünftige Fortbildungsplanung mitzuentwickeln und diesen Prozess gemeinsam mit ihren Teams zu gestalten. Dabei wird erarbeitet, wie individuelle Entwicklungswünsche, aktuelle Herausforderungen aus dem pädagogischen Alltag, gemeinsame Bedarfe des Teams und die Ziele des Teamprojekts miteinander verbunden werden können.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Mitarbeitende aktiv und verbindlich in die Bedarfsermittlung und Planung einbezogen werden können. Ziel ist es, Fortbildungsbedarfe nicht ausschließlich durch die Leitung festzulegen, sondern gemeinsam zu erkennen, zu reflektieren und zu priorisieren. Dabei soll ein erweitertes Verständnis von Fortbildung entwickelt werden. Neben klassischen internen und externen Fortbildungen werden auch Supervision, kollegiale Fallberatung, Hospitationen, fachlicher Austausch und andere Formen gemeinsamer Reflexion berücksichtigt. Diese Formate können dazu beitragen, Handlungssicherheit zu stärken, schwierige Situationen gemeinsam zu bearbeiten, voneinander zu lernen, neue Perspektiven zu entwickeln und die Zusammenarbeit im Team zu fördern.

Der jährliche Fortbildungsplan wird dabei nicht als starres Dokument verstanden. Er soll einen verlässlichen Orientierungsrahmen schaffen, gleichzeitig, aber flexibel genug bleiben, um auf aktuelle Entwicklungen, neue Herausforderungen und veränderte Bedarfe reagieren zu können.

Die Fortbildung schafft damit die Grundlage für einen gemeinsamen Entwicklungsprozess, der in einer anschließenden Fachbegleitung in den Einrichtungen weitergeführt und konkretisiert werden kann.

Ziele

Die Teilnehmenden sollen

  • die wesentlichen gesetzlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen zur Fortbildung im Dispositif kennen
  • motiviert werden, die Entwicklung eines partizipativen Fortbildungskonzeptes aktiv mitzugestalten
  • den Fortbildungsplan als Instrument der Personal-, Team- und Qualitätsentwicklung verstehen
  • den Nutzen einer systematischen und gleichzeitig flexiblen Fortbildungsplanung für die gesamte Einrichtung erkennen
  • ein erweitertes Verständnis von Fortbildung entwickeln, das neben klassischen Fortbildungen auch Coaching, kollegiale bzw. kollektive Fallsupervision, Hospitation und fachlichen Austausch umfasst
  • erkennen, welche Chancen diese Formate für fachliche Kompetenz, Handlungssicherheit, Reflexionsfähigkeit und Zusammenarbeit im Team bieten
  • Möglichkeiten kennenlernen, Mitarbeitende aktiv in die Ermittlung von Fortbildungsbedarfen und die Planung einzubeziehen
  • individuelle Entwicklungsbedarfe, Herausforderungen des Teams und Ziele der Einrichtung miteinander verknüpfen
  • mögliche Vorbehalte oder Widerstände gegenüber Fortbildung und Reflexionsformaten thematisieren und konstruktiv damit umgehen
  • erste konkrete Ideen für einen partizipativen Entwicklungsprozess in der eigenen Einrichtung erarbeiten

Methoden

  • Kleingruppenarbeit
  • moderierter Erfahrungsaustausch
  • Arbeit mit Fallbeispielen aus dem Einrichtungsalltag
  • digitale Abstimmungen und Meinungsbilder
  • Brainstorming und Ideensammlung
  • Kartenabfragen
  • Perspektivwechsel
  • Priorisierungsübungen
  • gemeinsame Arbeit an Leitfragen
  • Reflexionsphasen
  • strukturierte Diskussionen im Plenum
  • Visualisierung von Ergebnissen auf Flipchart oder digital
  • Transferaufgaben für die eigene Einrichtung
  • gemeinsame Entwicklung erster konkreter Planungsschritte

Zusätzliche Informationen

Eine Fachbegleitung kann diese Fortbildung folgen, um gemeinsam die Grundlage für eine partizipative, bedarfsgerechte und am Teamprojekt orientierte jährliche Fortbildungsplanung zu üben.


Referentinnen: Mareike Schumacher / Anette Schumacher

  • Sur demande
  • Petite Enfance 0-4 ans
  • Jeunesse 12+ ans
  • Enfants Scolarisés 4-12 ans
  • German / Deutsch
  • OFR/1180